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Bieler Schachfestival
Ein Premieren-Sieger und drei Schweizer Exploits
Er kam, sah und siegte: Gleich bei seiner ersten Teilnahme entschied Levon Aronian das Masters des Bieler Schachfestivals für sich.
Markus Angst
Der aus Armenien stammende und seit 2021 für die USA spielende 43-jährige Grossmeister verwies als Topgesetzter den überraschenden, lediglich als Nummer 5 gestarteten GM Aydin Suleymanli auf den 2. Platz. In den Partien mit klassischer Bedenkzeit musste Aronian Suleymanli zwar den Vortritt lassen. Im Rapid- und Blitzturnier distanzierte die ehemalige Nummer 2 der Welt den Aserbeidschaner jedoch deutlich.
Die Generations Challenge gewann mit dem tschechischen IM Vaclav Finek die Startnummer 2 vor dem favorisierten Chinesen GM Xiao Tong. Die Schweizerin GM Alexandra Kosteniuk landete auf dem 4. Platz.
GM Levon Aronian entschied das Masters vor GM Aydin Suleymanli für sich.
WGM Lena Georgescu, Ena Bangerter, FM Johannes Rappazzo
Gleich zwei Schweizerinnen und ein Schweizer sorgten im Bieler Kongresshaus für Schlagzeilen.
- Im Meisterturnier, das der 14-jährige deutsche IM Christian Glöckler mit 8 Punkten aus zehn Runden und erster GM-Norm gewann, belegte WGM Lena Georgescu (Bern) als Startnummer 29 mit 6 Punkten – gleich viele wie der bester Schweizer IM Fabian Bänziger (Pfäffikon SZ/17. als Nummer 11) – den ausgezeichneten 20. Rang. Die 26-jährige Bernerin sorgte in der 2. Runde für den Coup des Turniers, als sie den 293 ELO mehr aufweisenden indischen GM Krishnan Sasikiran (Startnummer 5) bezwang. Mit ihrer Performance von 2342 – 89 über ihrem eigenen Rating – machte sie 23 ELO wett.
- Für das zweite Schweizer Damenschach-Highlight zeichnete Ena Bangerter (Steinmaur) im Amateurturnier verantwortlich. Die als Nummer 14 gestartete 17-jährige Zürcherin belegte als beste Schweizerin mit 7 Punkten aus neun Runden den 3. Rang hinter den einen halben Punkt mehr aufweisenden Dimitrios Alexakis (Gr) und Abigail Zhou (USA). Ihre einzige Niederlage erlitt sie just in der Startrunde gegen den unterbewerteten Chinesen Wa Ching David Chu (12. als Startnummer 67). Auch ihre Performance von 2013 lag mit 130 deutlich über ihrem eigenen Rating, und sie gewann 58 ELO.
- Der dritte Schweizer Exploit ging auf das Konto von FM Johannes Rappazzo (Wädenswil). Der 17-jährige Zürcher, der im Meisterturnier mit 4½ aus 10 nicht recht auf Touren kam, wurde im Blitzturnier dank eines grandiosen Schlussspurts mit drei Siegen in den drei letzten Partien ausgezeichneter Vierter – und das als Startnummer 50! Er musste nur den drei Grossmeistern Xiangzhi Bu (Chn/11 Punkte), Diptayan Ghosh (Ind/10) und Eltaj Safarli (Aser/10) den Vortritt lassen und gewann mit einer Performance von 2428 – 396 über seinem eigenen Blitz-Rating (!) – nicht weniger als 245 Blitz-ELO. Zu seinen Opfern gehörte unter anderen Meisterturnier-Sieger IM Christian Glöckler.
Sechs weitere Turniere
Neben dem Masters, der Generation Challenge, dem Meisterturnier, dem Amateurturnier, dem Blitzturnier und der Schweizer Rapid-Fischerschach-Meisterschaft (siehe Kasten) standen im Kongresshaus sechs weitere Turniere auf dem Programm.
- Das Fast Standard gewann IM Nubairshah Shaikh Mohammad (Ind) mit 8½ aus 9. Bester Schweizer: 3. Alexan Floure (Salvan/6½).
- Das im Triathlon-Format ausgetragene Spitalzentrum Biel Total Chess entschied FM Anuar Tureshbayev (Irl) mit 4½ aus 5 für sich. Bester Schweizer: 3. Jérémie Papaux (Yverdon-les-Bains/4).
- Im Free Style-Chess/Chess960-Turnier siegte GM Alexander Tschernjajew (Fr) mit 6 aus 7. Bester Schweizer: 3. FM Jonas Wyss (Winterthur/5½).
- Im Rapidturnier lagen mit den je 7½ aus 9 totalisierenden Adam Kozak (Un), Xiangzhi Bu (Chn) und Dimitris Alexakis (Gr) drei auch im Meisterturnier mitspielende Grossmeister vorne. Bester Schweizer: 15. FM Christophe Rohrer (St-Imier/6½).
- Im Vinetum-Jugendturnier wurden Nguyen Thai An Pham (Open), Alexis Rossé (U18), Nikil Asokan (U11) und Tobias Eberle (Camp) Kategoriensieger.
- Beste Problemlöserin war WGM Anna Shukhman (Rus) vor Roman Tkhoruk (Corcelles) und IM Christian Glöckler (D) – siehe dazu den ausführlichen Bericht auf der Problemschach-Seite dieser Ausgabe!

WGM Ghazal Hakimifard
wurde in Biel Schweizer Rapid-Fischerschach-Meister(in).
WGM Ghazal Hakimifard
Fischerschach-Meisterin
ma. Am Bieler Schachfestival wurde traditionell der Titel als Schweizer Rapid-Fischerschach-Meister(in) vergeben. Diesen holte WGM Ghazal Hakimifard (Zürich), die im von GM Pavel Tregubow (Fr/6 aus 7) gewonnenen Chess960-Turnier mit 5½ Punkten Sechste wurde. Silber ging an WGM Lena Georgescu (Bern/5), Bronze an Roman Tkhoruk (Corcelles/4½)
Festival d'échecs de Bienne
Levon Aronian triomphe dans le Masters
Levon Aronian a réussi à surclasser le Masters de Bienne, l’emportant dans les trois cadences.
Romain Edouard
Voici quelques parties et extraits qui m’ont marqué.
Matthias Blübaum (All) –
Quang Liem Le (Vie)
Gambit Dame (D31)
Matthias Blübaum n'a pas vraiment réussi à trouver son rythme à Bienne.
Matthias Blübaum (All) – José Eduardo Martinez Alcantara (Mex)
Quang Liem Le (Vie) –Yagiz Kaan Erdogmus (Tur)
Levon Aronian (USA) –
Matthias Blübaum (All)
Défense Française C11
Levon Aronian, qui jouait pour la première fois à Bienne, est venu, a vu et a gagné
Aydin Suleymanli (Aser) – Quang Liem Le (Vie)
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